Dezimierte HSG Erlanger Tempohandball nicht gewachsen

19.01.2026 11:36

Aufgrund von fünf Ausfällen dezimiert, war die HSG Konstanz einer starken Erlanger Bundesligareserve, die gnadenlos auf das Tempo drückte, nicht gewachsen und unterlag mit 31:37 (18:21).

Fünf schwerwiegende Ausfälle

Nach den Ausfällen von Luca Schwormstede, der insbesondere im Innenblock fehlte, sowie Torwart Konstantin Poltrum, Linkshänder Jan Stotten, Rückraumspieler Sven Iberl und Spielmacher Christos Erifopoulos, der lediglich die Siebenmeter werfen konnte, waren die Alternativen deutlich zusammengeschrumpft. Im Vergleich zur Vorwoche kehrte immerhin Rechtsaußen Lukas Dietrich zurück in den Kader und zeigte sich als sechsfacher Torschütze wieder als starker Vollstrecker. So trug der junge Tim Enninghorst, der in den letzten Wochen aus der U21 aufrückte, viel Verantwortung als Mittelmann. Genauso wie Konstantin Pauli im Tor.

Guter Start, dann zu viele Gegentore

Zum Start drückte jedoch vor allem Lars Michelberger dem Spiel seinen Stempel auf und setzte mit seinen Distanzwürfen, gegen die die Gastgeber zunächst kein Mittel fanden, erfolgreich den Grundstein für die 3:1-Führung. Die Gelb-Blauen legten in den ersten 15 Minuten vor, ehe Erlangen zum 11:11 und kurz darauf auch zur ersten Führung kam (13:12). Schon jetzt war erkennbar, dass sich die Konstanzer in der Deckung gegen das gnadenlose Tempospiel des hochtalentierten Gegners äußert schwertaten. 21 Gegentore in Hälfte eins waren viel zu viel. „Der Gegner kam mit noch mehr Wucht, als ich es erwartet hatte“, sagte Trainer Ralf Bader und fügte an: „Das Tempo war sehr hoch, mit viel Qualität in den Zweikämpfen.“ Diesem setzte die HSG in der ersten Hälfte zu wenig entgegen, sodass Erlangen mit einer 21:18-Führung in die Kabine gehen konnte, nachdem Aron Czako der Schlusspunkt vor der Sirene und zugleich sein erster Treifer nach seiner Rückkehr ans Schänzle gelang.

HSG packt besser zu

Ein anderes Bild bot sich zu Beginn der zweiten Hälfte. Konstanz zeigte sich nun deutlich aggressiver in der Deckung und schaffte es immer wieder, Erlangen vor Herausforderungen zu stellen. Die junge Mannschaft aus Mittelfranken kam nun sichtlich uns Grübeln und tat sich extrem schwer, Lücken im gut arbeiten Deckungsverbund um Michel Stotz und Co. zu finden. Das Momentum schien zu kippen, die HSG war klar im Aufwind und belohnte sich mit einigen Ballgewinnen. Doch sie schlug viel zu wenig Kapital daraus und münzte diese zu selten in Torerfolge um. Fehlpässe, technische Fehler und überhastete Abschlüsse verhinderten den durchaus möglichen Ausgleich. „Wir laufen dem Rückstand aus der ersten Hälfte immer hinterher“, so Bader. „In der zweiten Halbzeit hatte ich das Gefühl, das Spiel könnte kippen. In dieser Phase machen wir zwei, drei Fehler und freie Bälle nicht rein. Das hat uns den Rest gegeben.“

Konstanzer Klammergriff

In einem intensiven Spiel konnte sich der HCE aus dem Konstanzer Klammergriff somit Stück für Stück befreien, ehe den Gästen auch noch die Zeit davonlief. Lucca Bialowas gelang mit einem Treffer Marke „Tor des Monats“ etwa unter höchstem Druck mit der letzten möglichen Aktion vor dem passiven Spiel zum 22:19 ein Geniestreich, ausgelassene Chancen der HSG wurden sofort mit einem Tempogegenstoß bestraft. Nach dem 28:26 durch Enninghorst bot sich den Gästen die Gelegenheit zum Anschlusstreffer, doch stattdessen erhöhte Erlangen seinen Vorsprung wieder auf drei Tore, während auf Seiten der HSG der Ball auch vom Siebenmeterpunkt nicht ins Tor wollte. Bader hob die Stärke des Tabellendritten hervor, der nun seit sieben Spielen ungeschlagen ist und mit 17:3 Punkten die beste Heimbilanz der Liga aufweist. „Man muss diese Qualität anerkennen. Erlangen war heute einfach besser“, so der HSG-Coach.

Südbaden-Duell am 24. Januar

Bei seiner Mannschaft mussten hingegen „gezwungenermaßen einige früh ans Limit gehen, auch wenn sich unsere Abwehr nach der Pause gebessert hat. In der Phase, als wir dran waren, müssen wir die Gegenstöße konsequenter spielen.“ Das nächste Heimspiel am Samstag (20 Uhr) bringt den nächsten Klassiker: Zum Südbaden-Duell kommt die SG Köndringen/Teningen in die Schänzle-Hölle, die aktuell den ersten Abstiegsrang belegt. Ein enorm wichtiges Match, in dem wieder große Unterstützung von den Rängen wichtig ist.

HSG Konstanz: Noah Frensel, Konstantin Pauli (beide Tor); Michel Stotz (4), Aron Czako (3), Lars Michelberger (7), Felix Sproß (2), Christos Erifopoulos (3/3), Jo Knipp (2), Tim Enninghorst (4), Maxim Pliuto, Nikita Pliuto, Jonas Hadlich, Sören Fuhrmann, Lukas Dietrich (6), Veit Schlafmann.

Zuschauer: 187

 

Quelle: PM HSK Konstanz

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