Füchse verlieren auswärts ins Melsungen

28.04.2024 7:38

Die Füchse Berlin mussten sich am heutigen Samstagabend im Auswärtsspiel der LIQUI MOLY HBL vor 4491 Zuschauern in der Rothenbach-Halle der MT Melsungen mit 30:28 (13:13) geschlagen geben. Damit verpasst das Team von Trainer Jaron Siewert weitere wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze zu sammeln. Die besten Werfer der Berliner waren Hans Lindberg und Mathias Gidsel mit jeweils acht Treffern.

Die Partie begann mit einer ausgeglichenen Anfangsphase. Von der Heimstärke des Gastgebers gewarnt, starteten die Füchse nach ein paar Abstimmungsproblemen in den ersten Angriffen konzentriert in die ersten Spielminuten. Die MT war in der bisherigen Saison zuhause noch ungeschlagen und Jaron Siewert erklärte vor der Begegnung bereits, dass es das Ziel sei, diese Serie zu beenden. Die erste Unterzahl der Nordhessen nutzte Mathias Gidsel, um mit einem Wurf ins leere Tor die erste Führung zu erzielen (2:3).

Die Berliner mussten heute weiterhin auf den verletzten Nils Lichtlein verzichten. Da der Kooperationspartner VfL Potsdam parallel in der 2. Bundesliga aktiv war, konnte auch von dort kein Spieler den Kader komplettieren. Nach dem Rückstand kam Melsungen besser ins Spiel. Der Gastgeber erspielte sich durch die Paraden von Adam Morawski und den Treffern durch Jonsson, Kastening und Arnarsson einen 7:4 Vorsprung. Darauf reagierte Jaron Siewert mit seiner ersten Auszeit.

Doch nach der Unterbrechung dominierte zunächst die MT weiter das Spielgeschehen und zog zwischenzeitlich auf plus fünf davon (9:4). Danach berappelten sich die Füchse aber und kamen durch einen 4:0 Lauf wieder auf einen Treffer heran. Woraufhin Melsungen-Trainer Roberto Garcia Parrondo in der 20. Minute sein erstes Time-out nahm. In der Folge kamen die Gäste durch den 100. verwandelten Siebenmeter von Hans Lindberg in dieser Saison und einem Tor von Mathias Gidsel zum 10:10 Ausgleich. Bis zur Halbzeit blieb es dann bei einem offenen Schlagabtausch, sodass es mit einem leistungsgerechten 13:13 in die Pause ging.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs setzte sich das Kopf-an-Kopf Rennen weiter fort. Jerry Tollbring erzielte 40 Sekunden nach Wiederanpfiff den Treffer zum 13:14, ehe David Mandic auf der Gegenseite wieder auf Remis stellte. Trotz Unterzahlsituationen auf beiden Seiten schaffte es keine der beiden Mannschaften, sich abzusetzen. Nach 44 gespielten Minuten gingen die Füchse durch den 100. Saisontreffer von Mijajlo Marsenic und einem erfolgreichen Abschluss von Hans Lindberg erstmals mit zwei Toren in Front (20:22). Dies veranlasste Roberto Garcia Parrondo dazu, seine zweite Auszeit zu nehmen.

Anschließend agierten die Nordhessen in der Offensive im Sieben gegen Sechs, was direkt zur gewünschten Wirkung führte. Elvar Örn Jonsson und Timo Kastening egalisierten innerhalb von einer Minute den Rückstand (22:22). Nach einer Parade von Morwaski und einem technischen Fehler von Darj schaffte Melsungen es, acht Minuten vor dem Ende mit 26:24 in Führung zu gehen. In der Crunch-time scheiterte das Team von Trainer Jaron Siewert ein ums andere Mal am MT-Torhüter, der insgesamt mit 14 Paraden 39 % aller Würfe abwehrte. Angetrieben von den heimischen Fans behauptete der Gastgeber den Vorsprung und siegte am Ende mit 30:28.

Nach der Niederlage heute verweilen die Berliner bis Montag noch im Großraum Frankfurt/Main und reisen anschließend weiter nach Nantes, wo sie am Dienstagabend (20:45 Uhr live auf Dyn & Dazn) das Viertelfinal-Rückspiel gegen HBC Nantes in der EHF European League bestreiten.

MT Melsungen – Füchse Berlin 30:28 (13:13)

Füchse Berlin: Milosavljev (6 Paraden), Kireev (2 Paraden) ; Wiede (1), Darj (1), Tollbring (3), Andersson (3), Lindberg (8/4), Gidsel (8), Freihöfer, Langhoff, av Teigum, Kopljar, Jacobs, Marsenic (2), Drux (2)

MT Melsungen: Morawski (14 Paraden), Simic ; Kühn , Balenciaga (2) , Mandic (4), Sipos (1), Kristopans (4), Ignatow , Moraes , Drosten, Jonsson (2), Arnarsson (2), Aho (1) , Martinovic (5), Kastening (9/3), Pavlovic 

Trainer Jaron Siewert: „Glückwunsch an die MT für den Sieg. Ich denke, das Spiel hat alles bereitgehalten, was ein Handballspiel ausmacht: harte Abwehraktionen, temporeiche Spielzüge, Kampf und Emotionen. Natürlich bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Ich finde, vom Spielverlauf wäre heute sicherlich auch mehr möglich gewesen. In der zweiten Halbzeit können wir häufig vorlegen, schaffen es aber nicht wirklich, uns auf zwei Tore oder mehr abzusetzen. Dann gehts ganz schnell in die andere Richtung. Timo Kastening hat heute ein überragendes Spiel gemacht. In der Abwehr haben wir gut agiert, aber trotzdem ein paar ärgerliche Gegentore bekommen. Von daher ist es heute ein sehr bitterer Tag für uns. Die letzte realistische Chance auf die Meisterschaft müssen wir nun ad acta legen. Aber wir haben mit dem Weiterkommen in der European League und der Qualifikation für die Champions League immer noch Ziele, die wir verfolgen.“

Jerry Tollbring: „Wir hatten jetzt fünf schwere Spiele und auch nicht die Energie wie sonst. Es ist schwer, gegen Melsungen zu spielen, und das hat heute einfach nicht gereicht. Jetzt geht unser voller Fokus auf Nantes. Wir haben zuhause gut gespielt, lagen zwischenzeitlich mit fünf Toren vorne. Wir haben definitiv eine Chance, das Final4 zu erreichen, aber es wird natürlich ein sehr schweres Spiel. Jetzt müssen wir nur noch gewinnen.“

Ivan Martinovic: „Direkt nach dem Spiel dauert es immer ein bisschen, bis ich begreife, was wir heute wieder geleistet haben. Ich bin sehr stolz auf die Leistung, die wir gebracht haben. Wir haben es den Berlinern die ganze Zeit nicht einfach gemacht. Natürlich haben sie mehr Spiele hinter sich gebracht als wir, aber das wollten wir auch nutzen und haben erneut gezeigt, dass wir zuhause eine Macht sind.“

Timo Kastening: „Wir haben heute super gefightet und hatten auch den besseren Torhüter. Ich hatte heute das erste Mal das Gefühl, dass die Füchse am Kämpfen sind, was ihre Kräfte angeht. Da sieht man, dass sie den Großteil der Saison mit ihrer Stammsieben durchspielen müssen.  Ich glaube, dass wir heute mit der Halle im Rücken und mit mehr Leichtigkeit einfach ein wenig mehr Spielglück hatten als die Berliner. Am Ende war das der ausschlaggebende Punkt.“

 

Quelle: PM Füchse Berlin

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