Füchse ziehen ins Finale der European League ein

26.05.2024 12:39

Die Füchse Berlin gewinnen am heutigen Samstagabend vor 9400 Zuschauern in der Hamburger Barclays Arena das Halbfinale der European League gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 33:24 (14:9). Damit trifft das Team von Trainer Jaron Siewert im morgigen Finale auf die SG Flensburg-Handewitt. Die besten Werfer der Berliner wurden Mathias Gidsel und Lasse Andersson mit jeweils sieben Treffern.

Die Partie begann mit einer ausgeglichenen Anfangsphase. Beide Mannschaften starteten mit viel Tempo und suchten schnell den Abschluss auf das jeweilige Tor. Sowohl Dejan Milosavljev als auch Mikael Appelgren auf der Gegenseite konnten sich in den ersten fünf Minuten mit einigen Paraden auszeichnen. Durch zwei verhinderte Torchancen von Appelgren und die Tore der deutschen Nationalspieler Juri Knorr und Jannik Kohlbacher setzten sich die Rhein-Neckar Löwen erstmals mit zwei Treffern ab (2:4 aus Füchse-Sicht).

Löwen-Trainer Sebastian Hinze konnte heute wieder auf seinen genesenen Spielmacher Juri Knorr zurückgreifen, nachdem dieser bei der Auswärtsniederlage am vergangenen Wochenende gegen Gummersbach noch erkrankt fehlte. Nach elf gespielten Minuten schafften es die Füchse durch die Treffer von Gidsel, Tollbring und Lindberg vom Siebenmeterpunkt, die Partie binnen zwei Minuten zu drehen (7:6). In der Folge stellten die Berliner auf plus zwei, woraufhin Sebastian Hinze mit seiner ersten Auszeit reagierte (17.)

Doch diese Unterbrechung zeigte nicht die gewünschte Wirkung. Die Hauptstädter zogen weiter ihr Spiel durch und bauten ihre Führung durch Lindberg und Gidsel weiter aus (12:8). Daran hatte auch Dejan Milosavljev einen großen Anteil, der in der ersten Hälfte mit einer 55%-Quote gehaltener Bälle glänzte. Das Team von Trainer Jaron Siewert behielt in der Schlussphase weiterhin die Oberhand und ging mit einem Vorsprung von 14:9 in die Pause.

Die Füchse kamen konzentriert aus der Kabine zurück und konnten ihre Fünf-Tore-Führung weiter behaupten. Nach einer Siebenmeterparade von David Späth in der 42. Minute rannten die Löwen trotz Unterzahl an, um den Abstand zu verringern. Die Berliner blieben allerdings hellwach in der Defensive und stellten nach zwei Steals und erfolgreichen Würfen ins leere Mannheimer Tor auf 22:15. Dadurch sah sich Sebastian Hinze gezwungen, sein zweites Time-out zu nehmen. Doch die Hauptstädter dominierten in dieser Phase das Spiel nach allen Belangen und versuchten durch zwei weitere Treffer in wenigen Sekunden früh alles klarzumachen (24:15).

Nach 48 gespielten Minuten warnte Jaron Siewert in seiner zweiten Auszeit seine Mannschaft, dass man bis zum Schluss konzentriert bleiben müsse. Sein Team gab ihm aber in den letzten zehn Minuten keinen Grund zur Sorge, sodass der Trainer auf einigen Positionen rotieren konnte. Dadurch bekamen einige Spieler wie das dänische Rückraum-Duo Gidsel und Andersson eine kleine Verschnaufpause für das morgige Finale. Die Berliner behielten in der Schlussphase ihre Mission Titelverteidigung fest im Blick und siegten völlig verdient mit 33:24.

Nach dem Sieg heute bestreiten die Füchse morgen das Finale gegen Flensburg. Die Partie wird um 18 Uhr angepfiffen und auf Dyn sowie DAZN übertragen. Im Vorlauf der Begegnung stehen sich um 15 Uhr die Rhein-Neckar Löwen und Dinamo Bukarest im Spiel um Platz drei gegenüber (live auf Dyn und DAZN).

Rhein-Neckar Löwen – Füchse Berlin 24:33 (9:14)

Füchse Berlin: Milosavljev (13 Paraden), Ludwig (1 Parade), Kireev; Wiede, Darj (2), Tollbring (1), Andersson (7), Lichtlein (3), Lindberg (6/4), Gidsel (7), Freihöfer (1), Langhoff, av Teigum (1), Kopljar, Marsenic (5), Drux

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren (6 Paraden), Birlehm, Späth (5 Paraden/ 1 Tor); Kirkeløkke (2), Plucnar, Knorr (7), Móré (1), Ahouansou (4), Davidsson (1), Groetzki (2), Schefvert, Reichmann (2/2), Gislason, Lindenchrone (1), Zacharias, Kohlbacher (3)

Trainer Jaron Siewert: „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung. Das Ergebnis geht vor allem aus unserer guten Abwehr hervor. Zu Beginn hatten wir in der Defensive noch ein paar Probleme. Danach haben wir aber ein paar Spieler gewechselt und Dejan Milosavljev hat sehr wichtige Bälle gehalten. In der zweiten Halbzeit ist genau das aufgegangen, was wir wollten: schnelle Tempogegenstöße und eine starke kompakte Abwehr. Außerdem lagen wir schon mit fünf bis sechs Toren vorn, was es uns leichter macht, das Spiel zu kontrollieren.“

Max Darj: „Ich glaube, wir haben uns diese Woche sehr gut auf die Löwen vorbereitet. Am Anfang kommen wir nicht so gut ins Spiel. Da haben sie sehr gute Lösungen gegen unsere Abwehr gefunden. Aber nach ungefähr 15 Minuten haben wir es dann in der Defensive besser gemacht und von da an waren wir die bessere Mannschaft. In der zweiten Halbzeit kriegen wir in einer Phase mehrere Steals, wodurch wir uns dann früh klar absetzen konnten. Wir haben sehr hart für diesen Erfolg gearbeitet und freuen uns jetzt auf das Finale morgen gegen Flensburg.“

Nils Lichtlein: „In der ersten Halbzeit konnten wir in der Offensive noch nicht alle Chancen nutzen, die wir durch die starken Paraden von Dejan bekommen haben. In der zweiten Halbzeit hat das besser funktioniert. Dazu stand unsere Abwehr in Kombination mit dem Torwart super. Dadurch konnten wir das Spiel in der zweiten Halbzeit relativ kontrolliert gewinnen. Morgen gegen Flensburg müssen wir uns auf eine harte Abwehr und ihre variable Offensive einstellen.“

Löwen-Trainer Sebastian Hinze: „Glückwunsch an Berlin und Jaron Siewert. Die ersten 15 Minuten sind wir gut im Spiel. Danach verwerfen wir einige freie Würfe. Dann haben wir etwas die Energie verloren. In der zweiten Hälfte ist es uns nicht mehr gelungen, nochmal heranzukommen. Berlin hat uns mit ihrer individuellen Qualität von Gidsel oder Andersson und durch starke Tempogegenstöße keine Chance mehr gegeben, das Spiel zu drehen.“

Juri Knorr: „Berlin hat eine sehr hohe Qualität im Kader und spielt eine starke Saison. Sie haben heute sehr verdient gewonnen. Wir müssen uns vorwerfen, dass wir gut in die erste Halbzeit starten und dann zu viele freie Bälle verwerfen. Uns hat dann insgesamt die maximale Intensität gefehlt. Die Füchse haben dann Mitte der ersten Hälfte durch Milosavljev viele Bälle pariert, unsere Fehler bestraft und mit viel Tempo einfache Tore geworfen.“

Quelle: PM Füchse Berlin

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